Visuelle Beurteilung von Oberflächen

Auszug aus:

Richtlinien zur visuellen Beurteilung von beschichteten Oberflächen

(Arbeitskreis der Sachverständigen im bayrischen Maler und Lackiererhandwerk)

 

Als Regelleistung muss den allgemein anerkannten Regeln der Technik die Oberfläche entsprechend der des Beschichtungsstoffes und der angewendeten Verfahrens gleichmäßig ohne Ansätze und Streifen erscheinen.

 

  • Bei der Prüfung auf Fehler ist die Betrachtung möglichst im rechten Winkel auf die Oberfläche maßgebend
  • Die Prüfung ist in der Regel in dem Abstand durchzuführen, welcher der üblichen Nutzung entspricht
  • Die übliche Nutzung muss nicht immer der tatsächlichen Nutzung entsprechen. Wenn möglich, soll der Abstand von 1m bei der Begutachtung nicht unterschritten werden
  • Beispielsweise sind Oberkanten von Türblättern oder Türstöcken und Unterseiten von Fensterbänken bei üblicher Nutzung nicht direkt einsehbar.
  • Sind die visuellen Unregelmäßigkeiten vorhanden, die bei der Betrachtung im Sinne einer üblichen Raumnutzung nicht direkt sichtbar sind, sind diese als hinzunehmende Unregelmäßigkeit eingestuft.
  • Unter Umständen sind untergrundbedingte Beeinträchtigungen vor einer Beschichtung nicht zu erkennen. Dies kann z.B. bei unregelmäßigen Putzstukturen und bei sichtbar werdenden "Gerüstlage" der Fall sein.

 

 

 

Auszug aus:

 

Richtlinie zur visuellen Beurteilung einer fertigbehandelten Oberfläche bei Holzfenster und -fenstertüren

(VFF- Merkblatt)

 

  • Bei der Prüfung auf Fehler ist die visuelle Draufsicht auf die fertigbehandelte Beschichtungsoberfläche maßgebend.
  • Die Prüfung wird in der Regel in einen Abstand von ca. 1m zur betrachtenden Oberfläche aus einem Betrachtungswinkel, der der üblichen Raumnutzung entspricht, vorgenommen.
  • Geprüft werden sollte möglichst unter Lichtverhältnissen, die denen des diffusen Tageslichtes entsprechen

 

 

Auszug aus:

Richtlinie zur visuellen Beurteilung von Innentürelementen aus Holz und Holzwerkstoffen sowie anderen Materialien

(ift-Richtlinie)

 

  • Die Prüfung ist in einem Abstand von 1m zur betrachteten Ebene des Elementsés durchzuführen und sollte 1,5m nicht überschreiten.
  • Der Betrachtungswinkel ist der üblichen Raumnutzung anzupassen.
  • Die Betrachtunghöhe beträgtca.1,7m
  • Geprüft werden sollte unter Lichtverhältnissen, die denen des Tageslichtes oder der üblichen Raumbeleuchtung entsprechen.
  • Streiflicht, grelles Sonnenlicht, künstliche Beleuchtung oder direkte Beleuchtung z.B. durch Baustrahler, ist nicht zulässig.